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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt besucht Landkreis Hof – Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes im Fokus

Auf Einladung von Landrat Dr. Oliver Bär hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt den Landkreis Hof besucht und sich im Feuerwehrgerätehaus Rehau mit Vertreterinnen und Vertretern von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz.

Diese sind zuletzt verstärkt in den Fokus von Politik und Behörden geraten. Angriffe auf kritische Infrastruktur, eine angespannte weltpolitische Lage sowie zunehmende Behinderungen und Übergriffe bei Einsätzen verdeutlichen die wachsenden Anforderungen an Rettungs- und Einsatzkräfte.
Im Gespräch mit den Vertretern der einzelnen Organisationen wurden zentrale Themen wie Ausstattung und Infrastruktur, die Kommunikation im Einsatzfall – insbesondere über Ländergrenzen hinweg –, Nachwuchsgewinnung, Bürokratieabbau bei Beschaffungen, die Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen sowie der Schutz kritischer Infrastruktur diskutiert. Deutlich wurde auch der große Investitionsbedarf, etwa bei der Unterbringung von Einsatzfahrzeugen, beim Ersatz veralteter Fahrzeuge sowie bei der Einrichtung von möglichen Katastrophenschutzzentren.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt besucht Landkreis Hof – Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes im FokusMann im Anzug im Gespräch mit Einsatzkräften in Uniform im FlurSitzung mit Bundesinnenminister und Vertretern von Katastrophenschutz und Landkreis Hof im U-förmigen TischarrangementDrei Männer bei Pressekonferenz am Tisch vor Wand mit Schriftzug Landkreis HofBundesinnenminister Alexander Dobrindt begrüßt Anwesende per Handschlag beim Besuch im Landkreis HofMann unterschreibt Gästebuch, umringt von Feuerwehrangehörigen und weiteren Personen vor Banner der Feuerwehr RehauZwei Männer im Anzug im Gespräch vor einer Ausstellung der Feuerwehr RehauFeuerwehrmann in Uniform im Gespräch mit Bundesinnenminister vor Einsatzfahrzeug


„Wir haben den Bundesinnenminister nach Rehau eingeladen, weil es mir wichtig war, mit ihm Maßnahmen und Vorschläge zu diskutieren, die für unsere Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz wertvoll sein können. Die Führungskräfte unserer Hilfs- und Rettungsorganisationen haben zahlreiche Themen angesprochen – von der Einführung eines bundeseinheitlichen Führungssystems über Mittel für Katastrophenschutzzentren bis hin zum Schutz kritischer Infrastruktur und der Einsatzkräfte“,
so Dr. Oliver Bär.

Zugleich betonte der Landrat die Bedeutung des Ehrenamts:
„Ich bin dankbar, dass wir viele Bürgerinnen und Bürger im Hofer Land haben, die sich in unseren Hilfs- und Rettungsorganisationen engagieren. Wir wollen dazu beitragen, dass dies künftig noch mehr Menschen tun und wir den Nachwuchs für die Zukunft sichern können.“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt würdigte das Engagement der Einsatzkräfte ausdrücklich:
„Die Einsatzkräfte im Katastrophen- und Zivilschutz beweisen vor Ort eine außergewöhnliche Einsatzbereitschaft, beeindruckendes Engagement und große Leidenschaft – auch unter neuen, verschärften Gefahrenlagen. Dafür gebührt ihnen unser ausdrücklicher Dank und höchste Anerkennung“

Die Vertreter der Organisationen machten deutlich, dass diese Leistung nur mit entsprechender Unterstützung durch Bund und Freistaat Bayern dauerhaft aufrechterhalten werden könne.

Vor diesem Hintergrund kündigte der Bundesinnenminister den geplanten „Pakt für Bevölkerungsschutz“ an:

Dieser soll bis 2029 mit insgesamt zehn Milliarden Euro finanziert werden und sieht unter anderem bessere Ausstattung, moderne Fahrzeuge und die Unterstützung von Ausbildung und Fortbildung vor. Wichtig sei dabei, auf die Stimmen aus der Praxis zu hören und zu eruieren, welche zusätzlichen Fähigkeiten vor Ort gebraucht werden.
Ein weiteres zentrales Thema war die Gewinnung von Fachkräften für den Zivil- und Katastrophenschutz. Dobrindt sprach sich dafür aus, frühzeitig die Voraussetzungen für mögliche Ersatzdienste im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes zu schaffen und nicht zu warten, bis eine Wehrpflicht kommt.

Der Besuch in Rehau zeigte, dass der Zivil- und Katastrophenschutz im Landkreis Hof auf großem Engagement und hoher Fachkompetenz beruht – gleichzeitig braucht er verlässliche politische Unterstützung und stabile Finanzierung, um auch künftig den zunehmenden Herausforderungen gewachsen zu sein.

Veröffentlicht:
Am 2. Februar 2026
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